iOS lässt dich kein eigenes Passwort für einzelne Fotos festlegen. Es gibt drei Umwege: die Fotos-App sperren, Fotos in eine gesperrte Notiz legen oder eine Tresor-App mit eigenem Code nutzen. Nur der letzte Weg gibt dir ein Passwort, das sich von dem unterscheidet, mit dem du dein iPhone entsperrst.
Option 1: Die Fotos-App sperren (ab iOS 18)
- Lege auf deinem Home-Bildschirm den Finger auf das Symbol Fotos und halte es gedrückt.
- Tippe auf die Option, die Face ID verlangt (oder Touch ID bzw. den Code).
- Bestätige die Auswahl.
Ab jetzt fragt Fotos bei jedem Öffnen nach Face ID. Die Alben Ausgeblendet und Zuletzt gelöscht sind außerdem standardmäßig gesperrt. Das kannst du unter Einstellungen → Apps → Fotos überprüfen.
Grenzen: Die Sperre gilt für alles, du musst dich also jedes Mal identifizieren, wenn du Fotos öffnest. Und wenn Face ID nicht klappt, öffnet dein normaler iPhone-Code die App.
Option 2: Fotos in der Notizen-App sperren
In Notizen lassen sich einzelne Notizen sperren, und eine Notiz kann Fotos enthalten.
- Öffne Notizen und erstelle eine neue Notiz.
- Tippe auf das Büroklammer-Symbol (oder das Kamera-Symbol), wähle die Option zum Auswählen von Fotos oder Videos und füge deine Fotos hinzu.
- Tippe auf die Taste Mehr (•••) und dann auf Sperren.
- Entscheide, ob du deinen iPhone-Code verwenden oder ein eigenes Passwort für Notizen festlegen willst.
- Geh zurück zu Fotos, lösche die Originale und leere danach Zuletzt gelöscht.
Ein eigenes Passwort für Notizen ist das, was bei Apple einem echten Foto-Passwort am nächsten kommt.
Grenzen: Notizen ist nicht für Fotos gemacht. Es gibt keine Alben, bei vielen Bildern wird es langsam, Videos sind umständlich, und wenn du ein eigenes Notizen-Passwort vergisst, kann Apple gesperrte Notizen nicht wiederherstellen.
Option 3: Einen Foto-Tresor mit eigenem Code nutzen
Wenn deine Fotos hinter einem Passwort liegen sollen, das nur du kennst und das nichts mit dem Code deines iPhones zu tun hat, nutze einen eigenen Tresor.
Mit Vult:
- Lege beim ersten Öffnen der App einen Tresor-Code fest.
- Importiere Fotos und Videos aus deiner Mediathek.
- Lösche die Originale in Fotos und leere Zuletzt gelöscht.
Dein Tresor-Code und die Secure Enclave deines iPhones erzeugen gemeinsam den Schlüssel, mit dem alles per AES-256-GCM verschlüsselt wird. Der Code wird nie gespeichert, also gibt es weder auf dem iPhone noch in einem Backup etwas zu finden. Du kannst außerdem striktes Face ID einschalten: Wenn jemand ein neues Gesicht oder einen neuen Fingerabdruck auf dem iPhone registriert, wird das biometrische Entsperren des Tresors abgeschaltet, und es gibt keinen Ausweg über den iPhone-Code.
Vergleich
| Gesperrte Fotos-App | Gesperrte Notiz | Vult | |
|---|---|---|---|
| Passwort getrennt vom iPhone-Code | Nein | Optional | Ja |
| Gut für viele Fotos und Videos | Ja | Nein | Ja |
| Mit eigenem Schlüssel verschlüsselt | Nein | Ja | Ja |
| Tarn-Tresor | Nein | Nein | Ja |
Häufig gestellte Fragen
Kann ich ein einzelnes Fotoalbum auf dem iPhone mit Passwort schützen?
Nein. iOS kann einzelne Alben nicht sperren. Nur die Alben „Ausgeblendet“ und „Zuletzt gelöscht“ sind gesperrt, und zwar mit deinem iPhone-Code oder Face ID. Für ein Passwort auf bestimmten Fotos nutze eine gesperrte Notiz oder eine Tresor-App.
Was passiert, wenn ich mein Notizen-Passwort vergesse?
Apple kann es nicht wiederherstellen. Du kannst das Notizen-Passwort für künftige Notizen zurücksetzen, aber Notizen, die schon mit dem alten Passwort gesperrt sind, bleiben gesperrt, bis es dir wieder einfällt.
Wird die Fotos-App durch das Sperren versteckt?
Nein. Die eingebaute Fotos-App lässt sich sperren, aber nicht verstecken. Sie bleibt auf deinem Home-Bildschirm und in der App-Mediathek sichtbar.